Felix Mendelssohn-Bartholdy (1809 – 1847)
Streichquartett Nr. 1 Es-Dur op. 12
Wolfgang Amadeus Mozart (1756 – 1791)
Streichquartett Nr. 8 F-Dur KV 168
Franz Schubert (1797 – 1828)
Streichquartett Nr. 14 d-Moll op. post.
„Der Tod und das Mädchen“
In nur wenigen Jahren hat sich das 2018 in Frankfurt am Main gegründete Malion Quartett einen Platz in der ersten Reihe der internationalen Kammermusikszene erspielt. Der legendäre Pianist Alfred Brendel nannte das Ensemble „eine Sonderstellung“ unter den jungen Streichquartetten – ein Urteil, das sich in der beeindruckenden künstlerischen Entwicklung der vier Musikerinnen und Musiker widerspiegelt.
Ausgezeichnet bei internationalen Wettbewerben in Deutschland, Japan, den USA und Europa, konzertiert das Malion Quartett heute in renommierten Sälen wie der Alten Oper Frankfurt, der Kölner Philharmonie, der Wigmore Hall London und der Cité de la musique Paris. Seine Auftritte bei Festivals wie dem Rheingau Musikfestival, den Festspielen Mecklenburg-Vorpommern oder dem Beethovenfest Bonn zeugen von seiner Vielseitigkeit und internationalen Präsenz.
Mit seinem innovativen Ansatz verbindet das Quartett musikalische Exzellenz mit einer lebendigen Form der Musikvermittlung. In Projekten wie den ON/OFFstage-Konzerten, dem Malion Musikfestival oder der interaktiven Reihe „Was hat Beethoven mit mir zu tun?“ sucht das Ensemble den Dialog mit seinem Publikum – sei es in klassischen Konzertsälen, ungewöhnlichen Räumen oder digitalen Formaten.
Die langjährige Zusammenarbeit mit Jörg Widmann, gemeinsame Auftritte mit Künstlern wie Kit Armstrong oder Juliane Banse sowie drei vielfach gelobte CD-Einspielungen belegen die künstlerische Neugier und stilistische Bandbreite des Ensembles. Dabei reicht sein Repertoire von der klassischen Tradition bis zur Avantgarde und umfasst auch experimentelle Projekte an der Schnittstelle zu Tanz, Theater, Literatur und elektronischer Musik.
Als Quartett in Residence am Holzhausenschlösschen Frankfurt prägt das Malion Quartett mit frischen Ideen und musikalischer Leidenschaft die Kammermusik unserer Zeit.
Franz Schubert schuf mit seinem d-Moll-Quartett aus der Reihe seine späten Werke eine Musik von bestechender Intensität. Auf dem Hintergrund seiner bereits schweren Erkrankung und der Krise mangelnden Erfolgs als Komponist verarbeitet er vor allem im zweiten Satz mit seinen Variationen auf die Einleitung zu seinem gleichnamigen Kunstlied das seit der Renaissance bekannte Sujet vom Tod und Mädchen – im vorliegenden Quartett wohl die prominenteste Fassung, veröffentlicht nur postum, aber weltberühmt geworden zu einem der großen Werke für Streichquartett.
Zuvor erklingen im Kontrast zwei frühe Werke von Komponisten im Aufstieg: das F-Dur-Quartett des erst 17-jährigen Wolfgang Amadeus Mozart, inspiriert von seiner Italienreise, sowie das Es-Dur-Quartett des 20-jährigen Felix Mendelssohn-Bartholdy.
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